Quo vadis Innenstadt?
marktstrasse_tom-hirschmann-18
 
 
Quo vadis Innenstadt?

Neue Betrachtungen des urbanen Raums im Spannungsfeld von Online-Shopping, Klimawandel und Mobilitätswende



Die Verabschiedung des Infektionsschutzgesetztes zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie jährt sich am 28. März. Ausgangssperren, Kontaktverbote, geschlossene Gastronomie sowie verwaiste Kultureinrichtungen sind seither und in unterschiedlichen Phasen der Lockerungen Bestandteil unseres Alltags. Die Einschränkungen führen dabei nicht nur zu psychosozialen Veränderungen und angepassten kulturellen Codes, sondern prägen parallel die Wahrnehmung und Nutzung des innerstädtischen Raumes.


Die (notwendige) Trendwende im Städtebau begann nicht erst im Jahr 2020, vollzieht sich im Spiegel aktueller Ereignisse jedoch mit galoppierendem Tempo. Bereits vor über 10 Jahren wurden erste Marktanalysen durchgeführt, um dem prognostizierten Innenstadtsterben strategisch vorzubeugen. Heutzutage besorgt die verstärkte Konsumenten-Präferenz für Online-Shopping große Einzelhändler sowie Betreiber kleinerer, inhabergeführter Geschäfte gleichermaßen. Lösungsansätze liegen, wie einige erfolgreiche Beispiele zeigen, in der Verbindung von Shopping, Erlebnis und Emotionen. So können Feinkostläden Verkostungen anbieten, Bekleidungsgeschäfte Fotoboxen aufstellen, oder einen persönlichen (Internet-) Auftritt wagen. Ziel ist, dass die Bindung zwischen Kunde und Einzelhändler intensiviert wird.
Ebenso ist ein modernes und attraktives Warenangebot A & O jeder wettbewerbsfähigen Geschäftseinheit. Nachhaltigkeit, Regionalität und Selbstgemachtes („DIY“) stehen inzwischen bei vielen Verbrauchern hoch im Kurs. In sogenannten Pop-Up Stores, welche von Monat zu Monat variabel genutzt werden können, variiert das Produktsortiment je nach Ausstatter und lokalem Absatz. Das gesellschaftlich gesteigerte Bewusstsein für die Endlichkeit natürlicher Ressourcen macht weitere Konzepte, wie Tausch- und Flohmarktläden, attraktiv.


Anstatt Internetverkäufe mit Argwohn zu betrachten, sollten Einzelhändler die synergetischen Effekte von stationärem und Online-Handel nutzen: Click & Collect, das Bestellen von Waren zu naheliegenden Geschäften, wird von der breiten Masse als neuer Verbraucherservice sehr gut angenommen. Novi im Service- und Angebotsbereich sind zu treffen, indem Läden zu Mikroverteilzentren (Micro Hubs) für Pakete werden: Neben der Erlebnissteigerung wirkt sich dies, einem Strategiepapier des Netzwerks „Zukunft des Einkaufens“ zufolge, positiv auf die Kundenfrequenz aus.


Wenn Bauherren, oftmals die Kommune selbst, neue Einheiten zur Gewerbe- oder Mischnutzung planen, sollte grundsätzlich auf Variabilität geachtet werden. Dass der Grundriss in gewerblich genutzten Etagen möglichst offen gestaltet sein sollte, ist beste Voraussetzung für die nutzungsbezogene Adaption. So könnte eine Markhalle neben einem Büro für Gründerberatung, einem Co-Working-Space oder einem E-Mobilitäts-Center erdgeschossig angeordnet werden.


Eines ist allerdings klar zu stellen: Die Zukunft der Innenstädte bzw. Ortsmitten ist nicht dezidiert an eine Flexibilisierung und Attraktivierung des Einzelhandels geknüpft. Zentral ist eine Kombination dessen mit Produktionsstätten und bezahlbarem Wohnraum. Aktuelle Studien illustrieren, dass produzierendes Gewerbe, integriert in Innenhof-Werkstätten oder als Teil größerer, zentral gelegener Gebäudekomplexe, ein Besuchermagnet sein kann. Der soziale Wohnungsbau muss aus städtebaulicher Sicht anvisiert werden, zumal die jüngste statistische Auswertung des Deutschen Bundestags erkennen lässt, dass die Bundesregierung dem gesellschaftlichen Bedarf an leistbarem Wohnraum nicht erfüllt. Seit 2007 hat sich die Anzahl der Sozialbauwohnungen halbiert. Grund hierfür ist, dass nicht nur zu wenige Sozialwohnungen gebaut, sondern auch, dass in letzter Zeit viele Objekte aus der sozialwohnbaulichen Bindung (bzgl. Belegung/Preis, Aufhebung nach ca. 12- 20 Jahren) herausgefallen sind.


Der soziale Wohnungsbau ist eng mit dem Themenkomplex der städtebaulichen Dichte verbunden. Im Zuge der Industrialisierung entstanden Mietskasernen und Elendsbaracken, welche ihre Betitelung aufgrund viel zu knapp bemessener Wohnräume, ausbleibender Raumbelüftung, kleiner Innenhöfen und weitgehender Verschattung erhielten. Schließlich revoltierten die aus dem 1. Weltkrieg zurückgekehrten Soldaten und sorgten im Rahmen der Novemberrevolution für die ersten sozialen Wohnbauten. Die katastrophale Hygienesituation und rasante Seuchenausbreitung in Städten wie Berlin oder Hamburg, führte im 20. Jahrhundert zu neuen Paradigma im Städtebau mit einer Festlegung sinnvoller Abstandsflächen. Die Anfang 2021 neu gefasste Bayerische Bauordnung (BayBo) setzt letztere von 1,0/0,5 Gebäudehöhen (H) auf 0,4/0,2 H herab. Diese Änderung ermöglicht es bayerischen Städten und Gemeinden unter 250.000 Einwohnern - diametral zu historischen Erfahrungen - eine starke Nachverdichtung. Ob die von der BayBo festgesetzten Abstandsflächen gelten sollen, müssen Kommunen angesichts jeweiliger Standortfaktoren klug abwägen. Einige Gemeinden, wie Gauting oder Neufahrn bei Freising, haben bereits Satzungen als „Ausnahme von der Regel“ verabschiedet. Architektin und Stadtplanerin Prof. Dr. Ingrid Krau weist darauf hin, dass eine hohe städtebauliche Dichte das Covid-19-Infektionsgeschehen negativ beeinflusst hat. Exemplarisch verweist die Autorin von „Corona und die Städte: Suche nach einer neuen Normalität“ (2021) auf den Wohnkomplex Gratte Ciel in Villeurbanne bei Lyon, dessen Bewohnerstruktur eines beweist: Menschen aus prekären Lebens- und Wohnverhältnissen sind den gesundheitlichen Gefahren dichter Bebauung weiterhin verstärkt ausgesetzt.


Städtebauliche Dichte bedingt das lokale Meso- und Mikroklima. Größere Entwicklungen, wie die Erderwärmung samt extremer Wetterlagen, wirken ebenfalls auf den städtischen Raum ein. Dieser Tatsache sind sich Bund und Länder bewusst. Das Bundesministerium des Inneren bietet, ebenso wie das Bayerische Landesamt für Umwelt, offerieren elektronische Handreichungen zur bauplanerischen Bewältigung des Klima-Umbruchs. Klimaanpassungen sind mithilfe kompakter Bau- und Siedlungsformen, den Erhalt zusammenhängender Flächen in Gewässernähe, sowie durch den Einsatz klimafreundlicher Anlagen zur Energiegewinnung und - Versorgung umzusetzen. Nicht zuletzt wird darauf verwiesen, dass die Innenentwicklung selbst zum potentiellen Klimaretter wird. Eine planerische Konzentration auf den urbanen Bestand bzw. die Revitalisierung brachliegender Flächen im Ortsinnern kann verhindern, Baugebiete an bislang unversiegelten Ortsrändern aktivieren zu müssen. Fest steht, dass ein hoher Versiegelungsgrad die notwendige Frischluftzufuhr behindert, zur Aufheizung von Baustrukturen führt und den Oberflächenabfluss von Regenwasser erschwert. Dagegen sind begrünte Freiflächen (Parkanlagen etc.), extensive Fassadenbegrünungen, Biotop-Dächer und Dachgärten mit Aufenthaltsoption einem angenehmen Mikroklima zuträglich. Dass auf Nachhaltigkeit und Recycling-Fähigkeit von Baumaterialien geachtet werden muss, ist bereits in vielen Kommunen common sense.


Zur Abfederung klimatischer Veränderungen ist es essentiell, dass Einwohner ein ökologisch verträgliches Fortbewegungsmittel wählen können. Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, gibt einen perspektivischen Ausblick auf die Mobilitätswende, welche sich bis 2030 vollziehen und durch Effekte des Home-Office beschleunigt würde: Massenverkehrsmittel ersetzen dank infrastruktureller Verstärkung den motorisierten Individualverkehr im öffentlichen Straßenraum, mehr Flächen für Räder und Fußgänger würden geschaffen und es gibt eine andere Form der Parkraumbewirtschaftung. Multifunktionsstreifen figuieren - als integraler Teil von Mischflächen oder als getrennte Bänder neben der Fahrbahn - eine Alternative zu herkömmlichen Stellplätzen. KFZ können den Streifen für das kurzzeitige Parken sowie zum Be- und Entladen nutzen, ebenso ist es denkbar, diese Zonen für den Fahrradverkehr freizugeben oder temporär als Veranstaltungsfläche zu nutzen.


Unter dem Eindruck der Krise und eines grundsätzlichen „Klima des Wandels“ müssen Vertreter von Städten und Gemeinden herausarbeiten, in welche Richtung sich Ihre Ortsmitten entwickeln sollen. In einem Austauschprozess mit Bürgern und Interessensgruppen muss diskutiert werden, welche neuen Ansätze und Trends (öffentliche Raumgestaltung, Zukunft des Einzelhandels, Mobilitätswende, Klimaanpassung) vereinbar mit lokalen Bedürfnissen oder sogar essentiell für eine prosperierende Standortaufstellung sind.




Quellen

br>
Bayerisches Landesamt für Umwelt (2021): Klimafolgen und Anpassung im Städtebau, https://www.lfu.bayern.de/klima/klimaanpassung/bayern/staedtebau/index.htm.


BDA Denklabor (2020): #13 Aktuelle Herausforderungen für Städte und Kommunen – Chancen für Veränderungen (Podcast, veröffentlicht am 17.12.2020), https://bda-denklabor-dont-waste-the-crisis.stationista.com/bda-denklabor-13-aktuelle-herausforderungen-fuer-staedte-und-kommunen-chancen-fuer-veraenderungen_5fdb42903de7a034cf15747c.


Dr. Grobe, A. / Rissmann, M. (2017): Smart City Charta. Digitale Transformation in den Kommunen nachhaltig gestalten, https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/themen/bauen/wohnen/smart-city-charta-langfassung.pdf?__blob=publicationFile&v=7


Fugmann, F. et al. (2019): Öffentliche Räume im Zentrum der Städte Nutzung, Bedeutung und Entwicklung, https://www.vhw.de/fileadmin/user_upload/08_publikationen/vhw-schriftenreihe-tagungsband/PDFs/vhw_Schriftenreihe_Nr._14_Oeffentliche_Raume.pdf.


Hedde, B. et al. (2020): Innenstädte als Besuchermagneten? Wie Frequenz und Leaderhöhung gelingen!, https://kompetenzzentrumhandel.de/wp-content/uploads/2020/06/innenstaedte-als-besuchermagneten_leitfaden.pdf.


IHK Erfurt (2021): Trends im Einzelhandel, https://www.erfurt.ihk.de/branchen/handel/trends-und-entwicklungen-im-handel/trends-im-einzelhandel--395320
Kaufmann, K. et al. (2020): Bündle und herrsche. Microhubs als Frequenzbringer für den Offlinehandel, https://kompetenzzentrumhandel.de/wp-content/uploads/2020/10/leitfaden_micro-hubs.pdf.


Krau, I. (2021): „Corona und die Städte: Suche nach einer neuen Normalität“, oekom verlag. München 2021.


Matthes, F./ Karten, M. (2011): Klimaschutz und Klimaanpassung im Stadtumbau Auswertungspapier der Bundestransferstelle Stadtumbau West, https://www.staedtebaufoerderung.info/StBauF/SharedDocs/Publikationen/StBauF/StadtumbauWest/Schwerpunktthema_Klima.pdf?__blob=publicationFile&v=1.


Schmidt, J. et al. (2013): Neue Mobilität Für die Stadt der Zukunft, https://www.stiftung-mercator.de/content/uploads/2020/12/Neue_Mobilitaet_fuer_die_Stadt_der_Zukunft_Gesamtergebnisse.pdf


Foto: Tom Hirschmann - Marktstraße Wolfratshausen

Alles Neue macht Corona?
img_20200512_083302-min-2
 
 
Alles Neue macht Corona?

Überlegungen zur Interdependenz von Epidemien, Architektur und Städtebau

„Licht, Luft und Sonne“- das Motto der Bauhaus-Bewegung mag vielen Großstädtern während des mehrwöchigen Lockdowns als schmerzlich vermisstes Wohn- und Lebensideal erschienen haben. Besonders in urbanen Siedlungsgebieten zeigte sich, ob das eigene Wohnquartier den persönlichen Ansprüchen zur Vereinbarkeit von Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Versorgung in Funktionalität und Ästhetik gerecht wird. Dient der Küchentisch als Arbeitsplatz? Wie weit ist der nächste Supermarkt entfernt? Erlauben es Gehwege und öffentliche Plätze, ausreichend Abstand zu wahren?


Schon zu Beginn der ersten Corona-Maßnahmen reflektierten Architekten, Architekturpsychologen und Stadtplaner, inwiefern sich der private und urbane Raum künftig anpassen muss, um den Bedürfnissen seiner Bewohner in Ausnahmezeiten nachzukommen.


Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass sich die moderne Stadt als Reaktion auf hochansteckende Infektionskrankheiten, wie Thyphus und Cholera, seit Ende des 19.Jahrhunderts herausbildete. Verbreiterte Gassen, großzügige Grünflächen und die Errichtung einer Kanalisation verbesserten in London, Hamburg und Co. vor allem die Lebenssituation der sozio-ökonomisch abgehängten Arbeiterschicht, welche bis ins 20. Jahrhundert hinein in eng bebauten Elendsvierteln leben musste. 1898 entwickelte Ebenezer Howard das Prinzip der konzentrischen aufgebauten Gartenstadt, Le Corbusier veranlasste 30 Jahre später die Aufstellung der „Charta von Athen“, um Aufgaben des modernen Städtebaus zu erfassen. In den 1920er bis 1930er Jahren prägte die Bauhaus-Schule unter anderem die Gestaltungsform von medizinischen Einrichtungen und Nervenheilanstalten, Hygiene stand im Fokus architektonischer Überlegungen. Verwirklicht wurde das Sinnbild „Reinheit“ als lichtdurchflutete Raumgestaltung mit weißen Flächen, Edelstahl und klaren Kanten.


Wie kann krisenfeste Architektur und nachhaltige Stadtplanung im 21.Jahrhundert aussehen? Architekturkritiker Niklas Maack ist überzeugt, dass Menschen mit weniger Platz auskommen als angenommen. Ähnlich argumentieren Architektur-Studenten der UNCC, welche in Multifunktionsräumen mit flexibler Raumstruktur die Zukunft des modernen Wohnens sehen. Die Gastronomie könne, nach dem Vorbild asiatischer Restaurants, abtrennbare Räume schaffen, um Abstände zwischen Gästen sicherzustellen. In Anlehnung hierzu bezieht sich Architekt Jörg H. Gleiter auf das japanische Raumkonzept „Ma“, womit ein leerer Zwischenraum gemeint ist, und welcher Potential für das zukunftsnahe Bauen birgt. Folgt man Doris Kleilein und Friederike Meyer, Fellows des Thomas Mann House, bieten Städte alle Möglichkeiten, um Ausnahmesituationen Herr zu werden. Neben gut ausgebauter Infrastruktur seien Gemeinschafträume sinnvoll, „die man in Absprache mit der Nachbarschaft nutzen kann, sei es für Kinderbetreuung, Quarantäne oder Notfälle wie häusliche Gewalt.“


Maack hingegen stellt die Bedeutung staatlicher Rahmenbedingungen in den Vordergrund: Nur wenn die Politik die Kapitalisierung des Immobilienmarktes verhindere, könne das Bauen neu definiert werden. Dezentralisierung und das Ende von einheitlichen „Wohnkisten am Stadtrand“ seien erstrebenswert. Im Gegensatz zu Maack hält Architekt Jaques Herzog den Rückzug aufs Land für nicht praktikabel, „Das können sich die meisten Menschen gar nicht leisten, und es wäre dramatisch, die Ressource Landschaft und Natur durch die Ausdehnung der Siedlung weiter zu zerstören.“ Umweltaspekte, so zeigt sich in vielen Covid-19-bezogenen Diskussionen, kommen in der modernen Architektur besonders zum Tragen: Jedem Neubau ist eine Umnutzung vorzuziehen, Dachgärten garantieren ein angenehmes Mikroklima, Gebäudedämmung muss mit ökologisch verträglichen Materialien erfolgen. Umweltfreundlich, inklusiv und nicht zuletzt smart, sprich digitale Technologien nutzend, soll die neue Stadt sein.
Das „Neue Bauen 2.0“- es scheint in greifbarer Nähe.


 
 
Architektouren 2020: Teilnahme im digitalen Raum

Online-Videorundgang zum Bauvorhaben Polizeibootshaus in Bad Wiessee

Aufgrund der Corona-Krise beschloss die Bayerische Architektenkammer die Verschiebung aller Events zu den Architektouren 2020 in den digitalen Raum, sehen Sie hier den Beitrag des Architekturbüros Claudia Schreiber:


https://www.byak.de/planen-und-bauen/projekt/neubau-bootshaus-polizei-bad-wiessee.html


Anders als in den vorangegangen Jahren muss nun von Präsenzveranstaltungen im Rahmen der Architektouren 2020 abgesehen werden. Der Vorstand der Bayerischen Architektenkammer (BYAK) sah sich angesichts der im Zusammenhang mit Corona getroffenen Beschränkungen dazu gezwungen, alle geplanten Events, darunter die kinderArchitektouren, abzusagen. Am letzten Juni-Wochenende hätten Interessierte qualitätvolle Planungen und deren realisierte Ergebnisse aus den Bereichen Architektur, Landschafts-, Innenarchitektur sowie Stadtplanung besichtigen können. Üblicherweise verzeichnet die jährlich stattfindende Präsentation von Architektur in Bayern über 20.000 Besucher. Die Architektouren 2020 finden jedoch, auch wenn im geschmälerten Format, statt: Alle Architektouren-Projekte werden online gestellt und das Booklet in kleinerer Auflage produziert. An weiteren Lösungen, um die breite Öffentlichkeit an den diesjährigen Architektouren teilhaben zu lassen, wird laut Bayerischer Architektenkammer gearbeitet.


Das Architekturbüro Schreiber ist Teilnehmer der Veranstaltungsreihe und informiert über das neu errichtete Polizeibootshaus in Bad Wiessee. Das in einem 5-minütigen Video von Architektin Claudia Schreiber vorgestellte Bauprojekt finden Sie, samt projektbezogener Daten, auf dieser Website und auf der BYAK-Homepage unter https://www.byak.de/planen-und-bauen/projekt/neubau-bootshaus-polizei-bad-wiessee.html

 
 
Neubau Bootshaus, Bad Wiessee

Neubau eines Bootshauses für die Polizeiinspektion in Bad Wiessee

Projektbeschreibung

Am Westufer des Tegernsee zurückgesetzt liegt das neue Bootshaus der Polizei an Land.

Baudaten

Standort

Am Strandbad
83707 Bad Wiessee

Bauherr

Freistaat Bayern, Staatliches Bauamt Rosenheim

Bauzeit

November 2017 - September 2019

Nutzfläche

104m²

Sonstiges

Mitarbeit: Anja Sirrenberg

Planungsteam

Architektur

Claudia Schreiber Architektur und Stadtplanung GmbH

Landschaftsarchitektur

Dipl.-Ing. Wolfgang Hermann Niemeyer Landschaftsarchitekt

Tragwerksplanung

Sailer Stepan und Partner GmbH

Energietechnik

Staatliches Bauamt Rosenheim

 
 
AWA Ammersee Fertigstellung Rohbau, Herrsching

Der Rohbau für die neuen Betriebswohnungen der AWA Ammersee ist fertiggestellt.

Projektbeschreibung

———

Baudaten

Standort

Goethestrasse Herrsching

Bauherr

AWA Ammersee GkU

Sonstiges

Planungsteam

Architektur

Claudia Schreiber Architektur und Stadtplanung GmbH

Landschaftsarchitektur

Wolfgang Niemeyer Landschaftsarchitekt

Tragwerksplanung

Sailer Stepan und Partner GmbH

Energietechnik

IB Roll

Elektroplanung

VS planen+beraten GBR

 
 
Baubeginn Bootshaus, Bad Wiessee

Neubau eines Bootshauses am Tegernsee.

Projektbeschreibung

Das Polizeiboot am Tegernsee suchte schon seit längerem nach einem neuen Zuhause.

Baudaten

Standort

Bad Wiessee

Planungsteam

 
 
Bauen mit Ziegel Bewährt und innovativ

"Ziegelarchitektur in Bayern"
Veröffentlichung Ausgewählte Projekte

Neubau Unterkunftsgebäude mit Sozialtherapie
3 geschossiger kubischer Massivbau mit einer lebendigen Fassade in Sichtmauerwerk

Realisierungswettbewerb Gestaltung Rathausplatz Denklingen
denklingen3
 
 
Realisierungswettbewerb Gestaltung Rathausplatz Denklingen

Realisierungswettbewerb zur Schaffung einer gestalteten Ortsmitte

Projektbeschreibung

Gestaltung - Rathausplatz Denklingen
Kastenhainbuchen prägen den neuen Rathausplatz. Unter dem im Sommer Schatten spendenden Baumdach laden Brunnen und Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein. Neben dem verkehrsberuhigten Treffpunkt für die Denklinger können Wochenmarkt, Christkindlmarkt oder sonstige Dorffeste im Bereich östlich des Rathauses stattfinden.
Vor der Südfassade des Rathauses ist die historisch begründete große Terrasse von Westen über wenige Stufen, sowie behindertengerecht über eine Rampe erreichbar. Neben dem Eingang ins Rathaus befindet sich die Infotafel und vor der Rampe die Fahnenmasten und der Maibaum. Der Blick schweift von hier über den Rathausplatz bis zur nahegelegenen erhabenen Kirche mit Friedhof.
In Verlängerung der Ostfassade ist der Platz von einer ca. 90 cm breiten Sitzstufe höhenmäßig gefasst, die in begehbare Stufen Richtung Süden und Westen übergeht. Auch unter der geplanten solitären Dorflinde entsteht ein qualitätvoller Aufenthaltsort.
Dem Rathauseingang im Norden ist eine kleine Platzfläche vorgelagert, die neben dem ausgewiesenen Behindertenparkplatz und dem Kurzparken mit Kunstobjekten attraktiv gestaltet werden soll.

Baudaten

Standort

Standort Denklingen, Landkreis Landsberg

Bauherr

Gemeinde Denklingen

Sonstiges

Planungsteam