Entwurf Gestaltung des öff. Raumes, Schrobenhausen

Entwurfsplanung des öffentlichen Raumes des Hofgrabens und das Umfeld des Pflegschlosses der Stadt Schrobenhausen.

Projektbeschreibung

Der vorliegende Entwurf mit Planungsstand November 2007 stellt die Planung zur Neugestaltung des Umfeld Pflegschloss mit Hofgraben dar. Es ist vorgesehen, dass die Grünflächen zwischen der umlaufenden Mauer des Pflegschlosses und dem öffentlichen Straßenraum neu gestaltet werden. Die Planung legt die Ausbildung einer Rasenmulde in Anlehnung an den historischen Schlossgraben als einen gestalteten Übergang zu den anschließenden öffentlichen Straßenflächen vor. Überreste diese historischen Grabens befinden sich unter dem heutigen Straßenraum und der angrenzenden Freifläche mit Grünfläche, Garagen und Stellplätzen. Da der genaue Umfang, sowie der Zustand und die exakte Lage dieser Überreste nicht bekannt ist, wurde versucht, mit der Neugestaltung möglichst wenig tief in den Bestand des Geländes einzugreifen. So kann der historische Zustand bei der Baumaßnahme weitestgehend im Boden erhalten bleiben. Es ist vorgesehen, bei unvorhergesehenen Berührungen mit historischen Elementen, diese durch ein Vlies zu schützen. Begleitend zur Planung ist in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege, Bodendenkmalpflege, abgestimmt, dass bei der Abschiebung des Oberbodens der Kreisheimatpfleger kontinuierlich eingebunden wird. Der bestehende Zugang im westlichen Bereich zum Innenhof des Pflegschlosses bleibt weitgehend so erhalten wie er bereits mit der Baumaßnahme der Freiflächen Pflegschloss Innenhof gestaltet wurde. Anschließend beginnt die Rasenmulde und umrahmt in der Grünfläche das Pflegschloss bis zum Zugang im Osten ein. Es ist angedacht, diese muldenartige Ausbildung auch für den restlichen südlichen Teilbereich, der derzeit nicht zur Planung aufgrund der Eigentumsverhältnisse zur Verfügung steht, vorzusehen und im Auge zu behalten, da dies insgesamt ein sinnvolles Gesamtkonzept darstellt.

Diese Rasenmulde wird über eine Geländemodellierung hergestellt. Im Bereich des Tiefpunkts dieser Mulde ist eine Sickergrube vorgesehen, so dass anfallendes Niederschlagswasser über diese Mulde langsam versickern kann. Begleitend zu dieser Rasenmulde entlang des Hofgrabens sind in Abständen drei Sitzstufen als Einfassung gestaltet. Diese Stufen laden nicht nur zum Sitzen ein, sondern betonen in diesen Abschnitten auch die Kante des ehemaligen Grabens zum angrenzenden öffentlichen Straßenraum. Eine zurückhaltende Bepflanzung mit Blütensträuchern, Blütenwiesen und zum öffentlichen Straßenraum gesetzten geschnittenen Ligustern, mit locker gesetzten Bäumen, gestalten diesen Grünbereich nach Norden und Osten. Es enstehen begleitend zur neu gestalteten Grünfläche insgesamt sieben Stellplätze. Diese Stellplätze sind mit Granitgroßsteinpflaster als Rasenpflaster geplant. Nördlich angrenzend an den öffentlichen Straßenraum werden weitere vier Stellplätze in einem Grünstreifen angeboten. Diese werden ebenfalls durch Bäume gegliedert. Damit verbleiben immer entlang der Stellplätze zwischen den Bäumen Durchblicke auf den Hofgraben und das Pflegschloss. Die angrenzenden Straßenräume Hofgraben und Abschnitt Spitalgasse werden bis zum Schnittpunkt der bereits ausgebauten Straßenzüge, entsprechend der bisher in Schrobenhausen durchgeführten Gestaltung der öffentlichen Räume, mit Pflasterbelägen neu gestaltet.

Baudaten

Standort

Am Hofgraben
86529 Schrobenhausen

Bauherr

Stadt Schrobenhausen

Bauzeit

November 2007

Planungsteam

Architektur

Claudia Schreiber Architektur und Stadtplanung GmbH

 
 
Planung Bebauungsplan, Tegernsee

Stadt Tegernsee Bebauungsplan Nr. 39 "Schifffahrtsgelände, Seestraße 70" sowie dazugehöriger Gestaltungsvorschlag

Projektbeschreibung

Es gibt bereits einige Planungsüberlegungen der Bayerischen Seenschifffahrt zur Neuordnung des gesamten bestehenden Areals. Das Grundstück ist zur Zeit bebaut mit einem alten Ver-waltungsgebäude im oberen Grundstücksbereich und Werkstätten und Bootshäusern im unte-ren Grundstücksbereich. Diese Gebäude sollen zum Teil abgebrochen und durch Neubauten ersetzt werden.
Diese Planungen wurden mit Modellen in den Gremien des Stadtrates behandelt und disku-tiert. Grundsätzlich gab es eine positive Resonanz zu diesen Planungen. Es wurde jedoch be-schlossen, die erarbeiteten Ziele dieser Neuordnung mit einem Bebauungsplan festzusetzen und zu sichern. Als Basis für diesen Bebauungsplan dienen diese vorliegenden Planungen, die bereits in der Reife eines Antrags auf Vorbescheid vorliegen.

Bei dem gesamten Planungsgebiet handelt es sich um von Südosten nach Nordwesten abfal-lende Hangzonen, die von der Bayerischen Seenschifffahrt für den Werftbetrieb genutzt wer-den. An der Seestraße steht ein altes Verwaltungsgebäude mit Wohnungen.

Durch die Neuordnung der Grundstücke und Gebäude wird eine Nutzungstrennung für den Werftbetrieb von den oberen Flächen an der Seestraße vorgesehen, durch die eine hochwer-tige Wohnnutzung mit Seeblick ermöglicht wird.

Das Gelände wird durchschnitten von dem Seeuferweg der Stadt Tegernsee, der im Rahmen der Planung verlegt wird. Dieser Weg führt in einem Teilbereich über den neuen Verwaltungs-bau der Seenschifffahrt und bindet im Süden an den Seeuferweg über die Point an.
Die Einfügung der Bebauung entlang der Straße und im Hang- und Uferbereich sowie die Führung des Weges im Gelände wurden eingehend mit Modellen untersucht.

Zur optimalen Ausnutzung des östlichen Grundstücksbereiches für die Wohnnutzung wird die bestehende Werftzufahrt etwas verändert. Die Zufahrt von der Seestraße bleibt dabei in ihrer Lage bestehen.

Baudaten

Standort

Stadt Tegernsee
Seestraße 70 A

Bauherr

Stadt Tegernsee

Bauzeit

2004 - 2005

Planungsteam

Architektur

Claudia Schreiber Architektur und Stadtplanung GmbH

Landschaftsarchitektur

Wolfgang Niemeyer Landschaftsarchitekt BDLA

 
 
Untersuchung Sanierung Altstadt, Erding

Vorbereitende Untersuchungen zur Sanierung der Altstadt sowie Ausbau und Sanierung verschiedener Straßen, Gassen und Plätze.

Projektbeschreibung

Dieser Sanierung ging eine umfangreiche Vorbereitende Untersuchung voraus, die immerwieder mit dem Stadtrat und der Regierung von Oberbayern diskutiert und abgestimmt wurde.

Zur Verwirklichung der Ziele der Verkehrsberuhigung wie Verlangsamung des Fahrverkehrs und Aufwertung der Straßenräume als Bewegungs- und Aufenthaltsraum für Fußgänger und Radfahrer, ist neben der Wahl der Verteilung der Oberflächenmaterialien auch die Wahl von Möblierungselementen und deren Standorten von hoher Bedeutung. Genauso wie sich die Gestaltung der Straßenoberfläche in der Erdinger Altstadt auf einfache, der historischen Situation angemessene Mittel beschränkt, sollten auch die gewählten Ausstattungselemente, wie Bäume, Leuchten, Bänke usw. zu einem einheitlichen und ruhigen Erscheinungsbild beitragen.

Aus diesem Grund sind mit dem Gestaltungskonzept für die Straßen, Plätze und Gassen auch verschiedene, auf die kleinteilige Bebauungsstruktur abgestimmte Möblierungselemente wie Leuchten, Bänke, Fahrradständer, Poller und Fahnenmasten entwickelt worden.

Baudaten

Standort

Haager Straße
85435 Erding

Bauherr

Stadt Erding

Bauzeit

1985 - 1995

Planungsteam

Architektur

Detlef Schreiber Architektur und Stadtplanung GmbH

 
 
Planung und Bau BBP und Errichtung, Oberschleißheim

Erstellung des Bebauungsplans sowie anschließende Nachverdichtung einer Siedlung in Oberschleißheim.

Projektbeschreibung

Die Bebauung musste locker, niedrig und strauchhoch sein. Das Grundstück bildete den Übergang zwischen zwei Grünräumen und liegt südwestlich der Schleißheimer Schlossanlage.
Es sollten verschieden große Gebäudetypen mit größtmöglicher Variabilität eines einheitlichen Bausystems errichtet werden.
Das Ziel war, 39 individuelle Häuser so preiswert wie nur möglich und geeignet für spätere Veränderung zu bauen und durch das Konstruktionssystem eine verbindliche Ästhetik vorzugeben.

Baudaten

Standort

Lilienthalstraße
85764 Oberschleißheim

Bauherr

privater Verein (39 Mitglieder)

Bauzeit

1962 - 1969

Planungsteam

Architektur

Groethuysen, Sachsse, Schreiber
Entwurf und Projektleitung:
Detlef Schreiber